Ausreichender Arbeitsspeicher sorgt für optimale Performance

Erinnern Sie sich noch? Um die Jahrtausendwende machte in der Computerwelt der Begriff des Multitasking die Runde. Gemeint war damit die Fähigkeit eines Rechners, mehrere  Prozesse scheinbar gleichzeitig auszuführen. Als Wegbereiter für diese Technik gilt der legendäre Amiga der Firma Commodore, die schon früh mit Multitasking reüssiert hatte; mit ein paar Jahren Verspätung  zogen IBM- und Macintosh-Rechner nach.

Mehr Möglichkeiten, wachsender Speicherbedarf

Der Begriff des Multitasking ist auch heute noch geläufig, wenngleich sich die Bedeutung verändert hat – wenn heute von Multitasking die Rede ist, ist in der Regel tatsächlich meist das sogenannte Multiprocessing gemeint. Der wesentliche Unterschied: Im Gegensatz zum Vorläufer Multitasking nutzt das Multiprocessing mehrere Rechnerkerne.

Parallel zur wachsenden Leistungsfähigkeit der Geräte entwickelte sich auch die Software: Programme wurden von Version zu Version umfangreicher und warteten mit immer neuen Funktionen auf, und dementsprechend wuchs auch ihr Hunger nach Arbeitsspeicher. Zum Vergleich: Gab der Hersteller den Arbeitsspeicherbedarf für seine 1990 veröffentlichte Ur-Version der Bildbearbeitungssoftware Photoshop noch mit bescheiden wirkenden 2 MB RAM an, müssen Nutzer der aktuellen Version von Photoshop der Software mindestens 1 GB Arbeitsspeicher zuweisen. Selbst das kann allerdings schnell zu wenig sein, wenn etwa große Panoramen gerendert oder hochauflösendes Bildmaterial bearbeitet werden soll.

Zum Glück ist Arbeitsspeicher günstig geworden – wenn der eigene PC sich also wieder auffällig viel Zeit für die Datenverarbeitung nimmt, empfiehlt es sich, den Speicherbedarf zu ermitteln und gegebenenfalls nachzurüsten.

Arbeitsspeicherbedarf ermitteln

Falls Sie als Betriebssystem eine Version von Windows nutzen, können Sie sich mit dem Task Manager einen schnellen ersten Überblick über die Auslastung Ihres PC verschaffen. Drücken Sie dazu gleichzeitig die Tasten „Strg“, „Alt“ und „Entf“. Der Task Manager liefert Ihnen nicht nur Informationen über die Auslastung des Prozessors, sondern zeigt Ihnen außerdem an, wie viel freien Arbeitsspeicher Ihr System Ihnen aktuell bietet. Als Faustregel für die CPU-Auslastung gilt: Im normalen Windows-Betrieb sollte die Auslastung des Prozessors zwischen 1 und 7 Prozent liegen; Bildbearbeitung, Games oder andere grafisch anspruchsvolle Aufgaben können die Auslastung des Prozessors allerdings bis auf 100% steigern.

Größe der Auslagerungsdatei beachten

Und wie viel Arbeitsspeicher steht zur Verfügung? Irreführenderweise versteht der Windows Task Manager unter dem Begriff „Auslagerungsdatei“ – eine Festplattenpartition, in die der Arbeitsspeicher Daten auslagert – nicht nur die Größe der eigentlichen Auslagerungsdatei, sondern addiert unter dem Begriff Auslagerungsdatei und Arbeitsspeicher. Ist der Wert der Auslagerungsdatei mit 100% angegeben, ist in Wirklichkeit nicht nur der Arbeitsspeicher voll ausgelastet, sondern auch bereits die Auslagerungsdatei. Zuverlässigere Auskunft gewähren da schon die Felder „Zugesicherter-Speicher -> Insgesamt“ und „Physikalischer Speicher -> Insgesamt“: Liegt der Wert im Feld „Zugesicherter-Speicher -> Insgesamt“ über dem im Feld „Physikalischer Speicher -> Insgesamt“, sollten Sie den Arbeitsspeicher aufrüsten, um Ihren Rechner langfristig störungs- und verzögerungsfrei nutzen zu können.  Wenn Sie gerade auf der Suche nach neuem Arbeitsspeicher sind, finden Sie alle gängigen Modelle hier: speichermarkt.de.

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